Libidoverlust nach Krebstherapie

Hallo,

da ich im Netz keine aussagekräftigen und vor allem keine hilfreichen Informationen zu diesem Thema finde, stelle ich die Frage jetzt einfach selbst.

Mir wurde 2010 ein Hirntumor v.r. entfernt.
Danach orale Chemo und Bestrahlung (teilweise gleichzeitig).
Ich gelte jetzt als gesund.
Allerdings habe ich auf dem Weg meine Libido "verloren".

Früher hatte ich Spaß an Sexualität, mein Freund und ich hatten ein tolles, ausgefülltes Sexleben.

Erst dachte ich es hätte nur mit den Umständen zu tun.
Der augedunsene Körper vom Cortison, keine Haare, alles fühlt sich fremd und abstoßend an.

Aber jetzt, 5,5 Jahre später ist rein optisch alles wieder im Reinen, ich fühle mich gut, allerdings habe nahezu keinerlei Interesse mehr an Sexualität.

Ich bin Mitte 30 und ich kann und möchte das so nicht akzeptieren.

Allerdings weiß ich auch nicht an wen ich mich wenden soll und wirklich publik ist dieses Thema/Problem auch nicht.

Bin ich die Einzige?
Hat es mit der Lage des Tumors zu tun?
Mit der Therapie?
Gibt es Lösungen?

Danke.


Experte GeorgiaSchilling vor 1173 Tagen 15 Stunden
Sexuelle Unlust ist eine häufige Folge von Erkrankung und Therapie, gleich welcher Art, wird aber häufig weder von Patienten noch von Ärzten thematisiert. Sie sind also nicht die Einzige!
Ich würde über dieses Problem mit einer Gynäkologin/einem Gynäkologen sprechen, um organische Ursachen auszuschließen und um über Libido-fördernde Maßnahmen zu sprechen. Ggf. kann auch ein Sexualtherapeut zusätzlich hilfreich sein.
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