Behindertenausweis Merkzeichen G+B

2003 wurde bei mir eine akute myeloische Leukämie diagnostiziert.
Nach Chemotherapien und einer allogenen Knochenmarkspende
habe ich viel Probleme überwunden. 2013 kam doch noch eine Rezidiv. Die Anwendung von Vidaza hat nicht angeschlagen. Daher eine erneute Chemotherapie und danach erhielt ich von meiner Knochenmarkspenderin (meine beste Lebensversicherung) Lymphozyten. Diese erzeugte heftige Abstossungsreaktionen, die ich langsam mit viel Medikamten (Cortison+Immunsuppresion) langsam überwinde. GLÜCK. Das Wort Heilung möchte ich nicht mehr in den Mund nehmen. Unabhängig von der Leukämie erlitt ich einen Herzinfarkt, auch zum Glück im Wartezimmer meines Hausarztes. Mit Fatigue  habe ich viel zu kämpfen, was als Rentner
, ich bin jetzt 67 Jahre alt, nun nicht mehr so schwierig ist. Zu meinem lädierten Herzen kam Vorhodflimmern mit einem Thrombos im Herzen, daher nicht behandelbar, hinzu. Die Herzleistung liegt bei ca. 27 %. Mir wurde ein ICD implantiert. Nunmehr haben die Beschwerden Neuropathie nach Chemotherapie angefangen mit der Folge, dass ich nur geringe Entfernungen mit Rollator überwinden kann. Kleine Stufen oder Einstiege kann ich nur mit Unterstützung überwinden. Ich habe daher beim Niedersächsische Landesamt zu meinem Schwerbehindertenausweis zu 100 % ein Merkzeichen G+B beantragt. Selbstverständlich unter Beifügung sämtlicher notwendiger Arztberichte. Der Antrag wurde abgelehnt. Bei der  Ablehnung wurde nicht auf die Herzbeschwerden und Neuropathie eingegangen. Macht nach Ihrer Erfahrung ein Einspruch Sinn, oder
muss ich die Behinderungen so akzeptieren. 

Für Ihre Einschäzung wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen Rudolf G. Witten
Experte GeorgiaSchilling vor 1198 Tagen 16 Stunden
Sehr geehrter Herr Witten,
in Ihrem Fall würde ich mich sozialrechtlich beraten lassen. Alle Krebsberatungsstellen der Landeskrebsgesellschaften bieten eine psychosoziale Beratung kostenfrei an. Weiterhin gibt es den VdK, der ebenfalls Patienten in sozialrechtlichen Belangen vertritt.
Ich würde Ihnen zu einem Einspruch raten.
Beste Grüße und viel Erfolg!
G. Schilling
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