Allgemeie Fragen zum Thema Krebs

Meine Frau leidet an CLL. Bei der Chemotherapie wird sie mit Bendamutin ud Rituximab behandelt, wobei letzteres wege starker allergischer Reaktionen abgesetzt werden musste. Gibt es Alternativen für diesen Antikörper?
Experte KID-Krebsinformationsdienst vor 804 Tagen 2 Stunden
Sehr geehrter Forumsnutzer Keilhack,

vielen Dank für Ihren Beitrag zum Expertenforum Krebs. Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) beantworten hier krebsbezogene Fragen.
Sie berichten von Ihrer Frau, die an einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) erkrankt ist. Sie wurde mit Bendamutin und Rituximab behandelt. Rituximab musste allerdings nun wegen einer starken allergischen Reaktion abgesetzt werden. Sie fragen, welche Alternativen jetzt für Ihre Ehefrau bestehen.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Organsystems und wird den Non-Hodgkin-Lymphomen zugeordnet, wie Sie vermutlich wissen.
Die CLL wird in der Regel mit Medikamenten behandelt. Neben verschiedenen Chemotherapeutika stehen heute auch Immuntherapien (insbesondere Antikörper) und zielgerichtete Medikamente mit hoher Wirksamkeit zur Verfügung. Je nach Gesundheitszustand und individuellen Risikofaktoren wird eine mehr oder weniger intensive Einzel- oder Kombinationstherapie gewählt. Andere Verfahren wie Operation oder Strahlentherapie werden nur selten und in besonderen Situationen eingesetzt. 

Allerdings können wir aus der Ferne und ohne weitere Kenntnis der genauen Krankheitssituation Ihrer Ehefrau nicht beurteilen, welches Vorgehen in der jetzigen Situation bei ihr sinnvoll wäre. Dies können nur die Ärzte beurteilen, die sie aktuell behandeln.
Wir möchten Sie, bzw. Ihre Frau daher an dieser Stelle ermutigen, sich nochmals an den behandelnden Arzt zu wenden und mit ihm das weitere Vorgehen in ihrer persönlichen Situation genau zu besprechen. Dabei sollten Sie sich nicht scheuen, bei Unklarheiten konkret nachzufragen und um Aufklärung zu bitten und auch Ihre persönlichen Wünsche zum Ausdruck bringen.

Als weiteren Ansprechpartner können wir Ihnen zudem das "Kompetenznetz Maligne Lymphome e. V." (KML) nennen:
Das KML wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es ist ein Zusammenschluss von zwölf in Deutschland tätigen Lymphom-Studiengruppen. Weitere Mitglieder sind Fachärzte aus dem Bereich der Hämatologie und Onkologie sowie Ärzte und Wissenschaftler aus anderen Fachbereichen. Auch Patienten und Selbsthilfegruppen sind im Kompetenznetz vertreten. Im Internet informiert das KML Patienten, Ärzte, Pflegende und die allgemeine Öffentlichkeit über die verschiedenen Lymphomarten, über Untersuchungsverfahren und Möglichkeiten der Behandlung. Es bietet außerdem eine Übersicht über aktuelle klinische Studien und Hinweise auf weitere Ansprechpartner.
Ein Beratungsdienst des KML unterstützt Patienten und Ärzte bei Fragen zu Studien oder zur Diagnostik oder Behandlung von Lymphomen, mehr dazu auf der Internetseite www.lymphome.de/Projekte/Kommunikation/Konsiliardienst/index.jsp.

Auch wir selbst vom Krebsinformationsdienst stehen Ihnen bei weiteren Fragen gerne am Telefon zur Verfügung. Im Gespräch, in dem auch Rückfragen möglich sind, lassen sich häufig Fragen persönlicher und direkter klären als dies im Forum möglich ist. Sie erreichen uns täglich von 8.00 - 20.00 Uhr: Deutschlandweit kostenfrei unter der Rufnummer 0800 - 420 30 40.

Es ist uns bewusst, dass wir Ihre Frage möglicherweise nicht in der von Ihnen gewünschten Form beantworten konnten. Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen trotzdem von Nutzen sind und wir Ihnen mit diesen Hinweisen zumindest ein bisschen weiterhelfen konnten.
 
Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Eva Häberle

Krebsinformationsdienst (KID)
http://wwwext/dbkid/Web/DocView.aspx?Id=957 - BendaRversusClbRDeutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Die Informationen in diesem Text hat der KID auf der Basis Ihres Beitrags für Sie individuell zusammengestellt. Sie sind daher nicht automatisch auf andere Fragestellungen übertragbar. Krebspatienten sollten alle Fragen der Diagnose und Behandlung auf jeden Fall auch mit ihren behandelnden Ärzten besprechen. Weitere Informationen zur Arbeitsweise des KID lesen Sie unter http://www.krebsinformationsdienst.de/wirueberuns.php.
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